samedi 4 août 2018

Vacano und Freiberg, König Phantasus, Roman eines Unglücklichen.


Emil Mario Vacano, Günther von Freiberg, König Phantasus, Roman eines Unglücklichen, mit einem Texanhang und einem Nachwort von Wolfram Setz, Männerschwarm Verlag, Bibliothek rosa Winkel,  Hamburg, 2014. (ISBN: 978-3-86300068-4).

Präsentation des Herausgebers

1886, noch im Todesjahr des Königs, erschien dieser Roman um Ludwig II. von Bayern, der hier zu Percival geworden ist. Episoden wie die um einen berühmten Komponisten oder einen damals nicht weniger berühmten Schauspieler sind leicht wiederzuerkennen, doch das ironisch verfremdende Spiel mit der Historie schafft auch neue Gestalten und Bezüge. So lässt der König den Soldaten Fridolin in Stein gehauen zu einem Antinous werden, und während er selbst den ‘feingesponnenen Roman’ Fridolins heimliche Ehe (BrW 52) liest, heiratet sein Fridolin – heimlich. 

Vacano schrieb diesen Roman nicht allein: Co-Autor(in) war Günther von Freiberg. 

“So gut heute ein Dichter die Widersprüche dieser groß angelegten Natur enträtseln, begründen, rechtfertigen kann, so gut hat es Vacano getan. Die warmpulsierende Liebe zu seinem Helden verleiht seiner Schrift einen Schwung, eine leidenschaftliche Beredsamkeit, die jeden Leser mitreißen wird.” (Marius Stein, 1887)

Leseprobe (S. 152-155) (1)

[...] Endlich aber, eines Tages, wo's draußen regnete und wo's so still und behaglich war in dem Stübchen hinter dem Laden und Gastzimmer, und die Kuckucksuhr in der Ecke so angenehm tickte, als wolle sie sagen: "Kinder, versäumt die Zeit nicht gar so dumm! Ich werde gleich wieder zu schnarren anfangen und eine Stunde schlagen, die Ihr wieder mit dummem Seufzen verloren habt!" ... an einem solchen Tage nun trat die Natur in ihre Rechte, und der gute Fridolin wurde von der lieben Leni angezogen, wie das Eisen von einem Magnetberge, und nachdem der riesige Chevauxleger ein paar Seufzer im tiefsten Baß ausgestoßen hatte, welche von Leni durch ein paar helle, langgezogene Seufzerlein im Diskant beantwortet worden waren, glotzte er sie so liebesberückt an, daß sie die Äuglein erschreckt nieder- und dann wieder schmachtend aufschlug. Da konnte er sich nicht mehr halten. Er rückte ihr näher, ergriff ihren hübschen Kopf mit seinen zwei kräftigen Händen, zog denselben zu sich und gab ihr einen Kuß. -

Und dabei stöhnte er vor Liebe, Rausch, Verschmachten: - "Leni, ich - ich hab' Dich so gern!"

Sie zitterte wie Espenlaub vor Durst nach ihm, und flüsterte scheu, athemlos, leise: - "Aber ich Dich ja auch, Du mein Friedl!" -
- "Und das ist so schrecklich!" - jammerte er, indem er sie von sich drängte in heller Verzweiflung und sein hübsches Haupt in die Hände sinken ließ, und bitterlich zu weinen begann.
- "Schrecklich? Warum denn?" - fragte sie fast verletzt.
- "Aber weil ich Dich nie, nie, aber auch gar niemals nie, nie, nie, nie, nie heirathen kann!" - blökte er wie ein armes, junges, verzweifeltes Kalb in seine großen Hände hinein. "O du lieber, lieber Himmel!" -
- "Und warum denn nicht, Friedl?" - sagte sie, indem sie ebenfalls in lautes Weinen ausbrach.
- "Aber weil ich überhaupt niemals nicht heirathen darf!" - meinte er.
- "Das ist ja schrecklich!" - schluchzte sie. "Bist Du denn krank, Friedl?" -
- "Ach, warum nicht gar!" - stöhnte er, und seine Thränen perlten ihm zwischen den Fingern durch, als sei er eine zersprungene Wasserleitung. "Ich bin nur zu gesund!" ...
- "Das denk' ich mir auch!" - sagte sie jämmerlich. "Also, warum kannst Du denn niemals heirathen, Friedl? Bist Du etwa ein 'Deutscher Herr'? Ich weiß zwar nicht recht, was das ist, da ja alle anständigen Deutschen heirathen, aber ich habe einmal den Vater sagen hören, die ganze Welt kann heirathen, nur deutsche Herren und türkische Bediente nicht! Bist Du also so ein deutscher Herr?" -
- "Leni, Du bist eine Gans! Ich bin kein solcher deutscher Musje!" -
- "Also bist Du am End' gar ein katholischer heimlicher Pfarrer, Friedl?" -
- "Ach nein!" blökte der schöne Chevauxleger.
- "Oder ..." rief Leni zitternd, und starrte ihn groß an. - "Oder bist Du am End' schon ein verheiratheter Mensch?" -
- "Ach Leni, red' doch nicht gar so dämlich. Wie könnt' ich mich denn so in Dich verlieben, wenn ich schon verheirathet wär'?" - sagte er naiv.
- "Seine Majestät hat mir streng verboten, jemals zu heirathen ... Am wenigsten aber ein Frauenzimmer! ... Bei seinem Hasse ...! Ist das nicht, um sich auf den Kopf zu stellen?!" Und er fing an von neuem zu stöhnen wie ein Kälblein. Und so seufzten und klagten denn die beiden jungen Herzen Tag für Tag um die Wette, und wußten sich keinen Rath und verzehrten sich in Gram.


Da befand sich eines Tages der arme Fridolin in einem der Gemächer Percivals, angethan wie ein orientalischer Märchenprinz, glitzernd von Gold und Edelsteinen, die weißen, großen, aber wohlgeformten, fast klassisch schönen nackten Füße in steifen, mit schweren Goldarabesken gestickten Pantoffeln, ein leichtes, feines gelbgrünes Seidengewebe um den vollendet schönen Riesenkörper, in der Mitte von einem blumenbunten, spinnwebenfeinen Gürtel zusammengehalten, die weißen entblößten Arme, welche aus den weiten weichen gelbgrünen Seidenfalten herausglänzten, von reichen, schlangengrünen emaillierten Spangen umgeben. So wartete Fridolin auf den König, der noch ruhte. Auf einem kleinem Marmorsockel lagen einige Bücher. Aus Langeweile schlug Fridolin, der das Lesen sonst perhorreszierte, ein solches auf, und den Titel:

"Fridolins heimliche Ehe"
Roman von Adolf Wilbrandt

Wie ein Blitz traf dieser Titel den Chevauxleger.

"Ach, da legst Dich nieder!" - sagte er im gemüthlichen bairischen ]argon, und fing an, auf der Stelle in dem Buche zu lesen, zu blättern, zu lesen, als sei dasselbe ein kostbares Rezeptbuch und müsse ihm Aufschluß geben und ein Mittel  gegen ein veraltetes Übel.

Um aufrichtig zu sein: je länger Fridolin darin las, desto weniger verstand er den feingesponnenen Roman, der gleich den Werken Platens als "Caviar" für’s Volk gemeint ist.

Da er das Buch so gar nicht verstand, tröstete er sich wie oft mit seinem Spruche: "Der Herr von Wilbrandt hat ’nen Raptus!" - Aber eine fulminante Idee, einen Ausweg aus seinem Mißgeschicke, hatte ihm der Titel doch gegeben:

"Fridolins heimliche Ehe!"

Und noch an demselben Abende schlich er zu Papa Blaumeier hinüber, schloß sich mit Leni im Hinterstübchen ein, und theilte ihr die Rettungsidee mit: "Fridolins heimliche Ehe!"

Und Beide waren so entzückt davon, und blieben so lange im Hinterstübchen  [...]

Emil Mario Vacano

"Ein junger Mann, der als 'Kunstreiterin' aufgetreten ist und umsattelt auf den Pegasus; ein Verfasser pikanter Geschichten, der kirchenkritische Bücher vorlegt - unterschiedlichste Aspekte prägen Leben und Werk des zu seiner Zeit vielgelesenen, hochgelobten und vielgeschmähten Emil Mario Vacano (1840-1892)". (Wolfram Setz, Herausgeber)

'Ein Fabulierer, der seine Feder bald in Champagner, bald in Herzblut tauchte.' (Günther von Freiberg, 1892)

Wolfram Setz, Emil Mario Vacano, Eine biographische Skizze, Männerschwarm Verlag, Bibliothek rosa Winkel, Band 68. 
(ISBN 978-3-86300-069-1)

(1) Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

La Didone abbandonata de Mercadante au Festival d'Innsbruck pour trois représentations

Viktorija Miškūnaité (Didone)

Le Festival de musique ancienne d'Innsbruck donnera ce 10 août la première de la Didone abbandonata que Giuseppe Saverio Mercadante composa sur un livret  d'Andrea Leone Tottola d'après Pietro Metastasio. Le dramma per musica en deux actes de Mercadante connut sa première mondiale le 18 janvier1823 au Teatro Regio de Turin. L'oeuvre remporta un grand succès dès sa création.

Le sujet si dramatiquement traité par Métastase a connu un importante filiation: il  a été mis en musique plus de quarante fois, la première en 1641 par Cavalli, la quarantième fois par Mercadante, en 1823. 

Le directeur musical du Festival, Alessandro De Marchi, s'est basé pour cette nouvelle production sur l'édition critique que vient d'en donner Paolo  Cascio (Instituto Complutense de Ciencias Musicales, 2018). L'opéra sera chanté en italien avec surtitres allemands. La mise en scène en a été confiée à Jürgen Flimm, qui dirigea le Deutsche Staatsoper Berlin (Unter den Linden) de 2010  à avril 2018.

Distribution: Viktorija Miškūnaité (Didone),  Katrin Wundsam (Enea Carlo),  Allemano Jarba (Pietro Di Bianco),  Osmida. Diego Godoy (Araspe),  Emilie Renard (Selene).

Les 10, 12 et 14 août au Tiroler Landestheater d'Innsbruck.
Quelques places restantes le 10 et le 14. Plus de choix pour la représentation du dimanche 12.

vendredi 3 août 2018

Opéra pour enfants: un Ring de conte de fées au Festival de Bayreuth

Siegfried (Vincent Wolfsteiner) dans la gueule du dragon. 
©  Toutes les photos dont d'Enrico Nawrath/Bayreuther Festspiele 

La version réduite du  Ring pour les enfants comporte environ deux heures de spectacle. La version enfantine de l'histoire du grand cycle wagnérien  a été réécrite par Katharina Wagner et Markus Latsch dans l'arrangement musical de Marko Zdralek. La mise en scène en a été confiée à David Merz, un jeune metteur en scène né en 1992 qui a fait ses études à la Haute école de musique Hanns Eisler et qui, au cours de ses études, avait eu l'occasion de participer à un séminaire avec l'arrière-petite-fille du Maître de Bayreuth, pour qui la participation de jeunes talents est essentielle dans le projet des opéras wagnériens pour les enfants. C'est ainsi que l'étude des masques a été confiée aux étudiants de  l'Académie August Everding de Munich et que les décors sont l'oeuvre d'un talentueux Bayreuthois de 28 ans, Julius Theodor Semmelmann, qui a travaillé en collaboration avec le Théâtre d'Etat de Saarbrücken. Les costumes très parlants ont été réalisés par Ina Kromphart avec le souci de correspondre à l'imaginaire enfantin. Une équipe jeune et enthousiaste qui a eu à coeur de rendre le grand oeuvre de Wagner accessible aux enfants de 8 à 12 ans. Et ce ne sont pas seulement les enfant qui profitent de cette merveilleuse réalisation, les adultes qui les accompagnent se montrent eux aussi absolument ravis d'assister à la matinée enfantine. 

Albérich (Armin Kolarczyk)

Deux immenses portes de bois qui portent le dessin d'un grand arbre stylisé ferment le décor qu'un grand homme au nez très crochu, un certain Albérich, s'efforce d'ouvrir sans y parvenir, jusqu'à ce que, après beaucoup d'efforts il y arrive enfin, ce qui lui permet de s'approcher des filles du Rhin, qui, au fond du fleuve, gardent l'Or mythique. Un long voile bleu couvre toute la scène jusqu'à la première rangée des spectateurs, qui, agité par les chanteuses et même par des spectateurs, simule les flots bleus.  Elles ont l'imprudence de signaler à Albérich  que l'Or du Rhin donne à celui qui le possède et qui en forge un anneau la maîtrise absolue sur le monde, au prix cependant de la perte définitive de la possibilité d'aimer.  Albérich n'en a cure, il convoite le pouvoir et s'empare de l'or du Rhin. 

Simone Schröder (Fricka), Jukka Rasilainen (Wotan), Stefan Heibach (Loge).
Timo Riihonen (Fafner), Sebastian Pilgrim (Fasolt).

On connaît la suite qui, dans l'adaptation enfantine est fortement simplifiée et dont les aspects les plus choquants (comme les multiples amours de Wotan, les amours incestueuses de sa descendance ou le meurtre fratricide d'un géant par l'autre) sont évidemment gommés. Au sommet des montagnes les dieux se réjouissent de l'achèvement de la construction de leur palais, commandé par l'insouciant Wotan à deux géants, Fafner et Fasolt, qui exigent leur salaire. Wotan, qui n'a pas le premier sou, part avec Loge voler l'Or du Rhin au main Albérich. Mais les géants s'en emparent...

Tout est traité avec énormément d'allant et d'humour. Les parties chantées alternent toujours avec des dialogues en langage simple et direct grâce auxquels l'action est rendue parfaitement compréhensible par le jeune public. Les chanteurs interpellent parfois le public, ainsi de Wotan qui demande aux enfants s'il doit remettre l'anneau aux géants, ou plus tard de Siegfried qui les interroge pour savoir s'ils ont vu un oiseau. Autant de manières de faire participer les enfants à l'action dont ils devenaient partie prenante à leur plus grande excitation. Le traitement des personnages se fait toujours avec des lignes claires extrêmement bien définies. Ainsi du personnage de Siegfried dont la mise en scène souligne l'innocence ingénue, l'envie de combattre et l'absence totale de peur. Les trouvailles de la mise en scène sont souvent réjouissantes, comme par exemple la dent en or (du Rhin) que Siegfried extrait de la puissante mâchoire du dragon.

Freia (Ji  Yoon) et Loge (Stefan Heilbach).
A l'arrière Fricka admira le Walhalla.

Au plaisir des yeux correspond le celui du chant. Ce Ring pour enfants est une totale réussite.On retrouve cette année encore l'excellent baryton-basse finnois Jukka Rasilainen en Wotan et Wanderer, qui avait donné un Landgrave mémorable dans le Tannhäuser pour enfants de l'an dernier. Son épouse Fricka, une matrone imposante, est chantée par la mezzo Simone Schröder qui interprète aussi  Flosshilde. Vincent Wolfsteiner endosse à la fois les habits de Siegmund puis ceux de Siegfried, un chanteur qui en dehors de sa voix puissante et héroïque a totalement fasciné le jeune public par ses  talents d'acteur et de communicateur. Il dresse le portrait d'un jeune homme aussi audacieux qu'emporté, un peu innocent, le pendant inverse de l'Albérich d'Armin Kolarczyk, qui joue diablement bien les méchants. Sebastian Pilgrim chante tant Fasolt que Hunding de sa basse impressionnante. Le Loge de Stefan Heilbach à la coiffure enflammée, le Mime de Paul Kaufmann, au masque spécialement réussi, le Fafner et le Hagen parfaitement gothique et satanique  de Timo Riihonen participent de la même excellence. Daniela Köhler donne une très puissante Brünnhilde avec une voix dont la puissance suffirait à briser les verres de cristal. L'oiseau de la forêt au somptueux costume tout en bleu de la ravissante Ji Yoon a une légéreté aimable que l'on avait déjà appréciée dans sa Freia. Christiane Kohl et Mareike Morr donnent de délicieuses Woglinde et Wellgunde.

La version enfantine fait l'économie des choeurs et de certains personnages du Götterdämmerung. L'orchestre d'une trentaine d'instrumentistes, placé à gauche de la scène, répondait à la direction dynamique et enjouée du jeune chef autrichien Azis Sadikovic.

Ainsi de jeunes artistes et créateurs se sont-ils mis au service de  cette belle réalisation au service des plus jeunes, et, au vu des mines réjouies et exaltée des enfants à la sortie de l'opéra, leur ont communiqué leur enthousiasme pour l'oeuvre de Wagner. La relève est assurée, n'en doutons pas!


Festival de Bayreuth: l'opéra pour enfants fête son dixième anniversaire.


L'affiche du Ring 2018 représente l'oiseau de la forêt.


Le Festival de Bayreuth fête cette année son dixième anniversaire avec un Ring tout feu tout flammes.

C'est en 2009 que Katharina Wagner, la directrice du Festival, prit l'heureuse initiative de monter une version enfantine du Hollandais volant de Richard Wagner. Depuis, l'expérience, qui a dès le départ rencontré un énorme succès, se répète d'année en année, avec pour cet été un Ring complet. Les chanteurs sont des solistes du Festival et le projet est depuis son origine monté en partenariat avec l'Orchestre d'Etat brandebourgeois de Francfort (Branderburgisches Staatsorchester Frankfurt). D'autres partenariats ont également été conclus avec la Haute Ecole de musique Hanns Eisler à Berlin, l'Académie théâtrale August Everding à Munich ainsi qu'avec la Fondation Fair Play. Chaque année, des enfants et des jeunes participent au spectacle.

Cette année, l'opéra pour enfants se déroule du 25 juillet au 4 août. Age conseillé: entre 8 ou 12 ans.

Programmation de 2009 à 2017

Source du texte (librement traduit) et des images: © Bayreuther Festspiele.

Post précédent sur le sujet: Festival de Bayreuth 2017: Tannhäuser pour les enfants

jeudi 2 août 2018

Placido Domingo dirige la Walkyrie à Bayreuth et fait la fête au chant plutôt qu'à la musique

Sieglinde (Anja Kampe). Les photos sont d'Enrico  Nawrath
© Bayreuther Festspiele

Placido Domingo a chanté Parsifal à Bayreuth en 1992, 1993 et 1995, puis Siegmund en l'an 2000, à l'époque où Wolfgang Wagner dirigeait le Festival. Il fait cette année ses débuts bayreuthois en tant que chef d'orchestre pour Die Walküre, précisément le dernier opéra dans lequel il a lui-même joué il y a 18 années de cela, et qu'il a déjà dirigé au Marriinsky de Saint-Pétersbourg. Les années ont passé, la voix de Placido Domingo a changé, il chante aujourd'hui des parties pour baryton et parallèlement à sa carrière de chanteur mène depuis les années 80 une carrière de chef d'orchestre au cours de laquelle il a déjà dirigé plus de 600 soirées d'opéras ou de concerts, un chiffre qui reste néanmoins modeste si on le compare avec ses prestations de chanteur: Placido Domingo avoue plus de 4200 soirées en tant que chanteur.

Le retour de Placido Domingo sur la colline verte était attendu d'autant que c'est la première fois qu'un chef espagnol dirige à Bayreuth. C'est, avec le retour de Waltraut Meier en Ortrud, l'une des grandes sensations de la saison bayreuthoise avec celle de la création des décors du nouveau Lohengrin par un artiste aussi célèbre que le peintre lipsiote Neo Rauch.

Mais en ce qui concerne le grand chanteur espagnol, les fruits n'ont pas passé la promesse des fleurs, aussi poétique que soit notre imagination, aussi ému que soit notre coeur face à la carrière d'un de plus grands ténors que la terre ait porté à ce jour. Le public ne lui a pas ménagé ses huées au moment des applaudissements qui se sont vues couverts par l'expression d'un mécontentement sans doute justifié, mais qui manquait d'élégance. Placido Domingo en semblait pour le moins étonné, et ne s'est plus présenté ensuite en solitaire face au public, on ne le revit qu'une fois dans la chaîne des chanteurs tous très applaudis quant à eux.

C'est que la musique de la Walkyrie a paru bien inconsistante sous la direction du chef madrilène, qui,  dans des interviews parues dans la presse allemande, avouait pourtant y avoir longuement travaillé  et s'être fait conseiller par Daniel Barenboim ou par Christian Thielemann, notamment quant à l'acoustique particulière du Festspielhaus. La direction de Placido Domingo de cette Walkyrie dans la mise en scène de Castorf a aussi souffert de la comparaison avec le fabuleux travail précis, rigoureux, millimétré de Kirill Petrenko qui avait dirigé le Ring de Castorf avec son extraordinaire talent, porté par une visioon et une fureur sacrées. La tension dramatique était la grande absente de la soirée, et ce dès l'ouverture qui manquait singulièrement de relief, des passages entier de la partition furent tirés en longueur avec des tempi étonnamment lents qui ont dû déconcerter plus d'un chanteur. Et peut-être même la gentillesse légendaire de Domingo et son caractère avenant l'ont-ils desservis dans la direction de cette oeuvre qui n'est pas dénuée de bruit et de fureur.

Wotan (John Lundgren)

Et c'est l'excellence de la distribution qui a sauvé la soirée, des chanteurs et des chanteuses tous exceptionnels auxquels le chef, tout à l'élément de son premier métier, a apporté  un soutien inconditionnel. Le Siegmund de Stephen Gould  et la Sieglinde d'Anja Kampe ont remporté une immense ovation. Anja Kampe, enfin à Bayreuth, exprime avec une conviction de plus en plus poignante tant les douleurs blafardes de la femme forcée au mariage, battue et violentée que la passion amoureuse grandissante ou, après la révélation de sa fécondation, la détermination de sauver l'enfant à naître. L'authenticité de son jeu de scène est saisissante, d'une beauté confondante. Anja Kampe a évolué dans ce rôle qui lui est devenu comme une seconde peau pour le porter à la perfection. Elle rend la myriade d'émotions émanant du  destin tragique de la jeune femme avec un intelligence vocale remarquable. Stephen Gould semble se jouer avec souplesse des difficultés du rôle de Siegmund qu'il incarne de manière impressionnante, ses "Wälse! Wälse!" constituent un véritable morceau d'anthologie. On reste subjugué par le souffle et l'endurance  de son Heldentenor et la force de conviction de son interprétation. John Lundgren chante le rôle de Wotan à Bayreuth en alternance avec Greer Grimsley, un grand chanteur américain avec qui il partage également le Hollandais volant. John Lundgren  livre avec son Wotan un travail approfondi, et celui qui nécessite probablement le plus d'endurance et de constance dans la Walkyrie. Un chanteur au travail précis, pour lequel chaque syllabe compte, qui prononce parfaitement chaque consonne finale, avec le goût et le sens de la textualisation. Lundgren fait du monologue de la narration historique par Wotan de l'histoire de l'anneau un grand moment d'opéra. La voix a des profondeurs d'une beauté admirable tout autant que le jeu scénique, avec une maîtrise peu commune des mimiques du visage. Catherine Foster reprend pour la sixième année consécutive le rôle de Brünnehilde dans cette production, un rôle dans lequel la soprano britannique qui vit à Weimar a fait ses débuts bayreuthois en 2013 et qu'elle rend avec son soprano dramatique dont le volume, les hauteurs et l'impulsivité sauvage impressionnent. La basse allemande Tobias Kehrer fait une grande entrée réussie à Bayreuth dans trois parties, le veilleur de nuit des Meistersinger, Titurel dans Parsifal et surtout Hunding dans la Walkyrie.  Enfin, last but not least, la mezzo-soprano russe Marina Prudenskaya chante à la fois la Walkyrie Schwertleite et une terrifiante Fricka, qui apparaît portée dans les bras d'un serf, le fouet à la main, domina intransigeante, impérieuse et cruelle dont le fouet s'abat sur tout ce qui est à sa portée. La beauté du timbre et la force d'expression de la mezzo péterbourgeoise subjuguent et en font une des plus vibrantes découvertes de la soirée.

La mise en scène de Frank Castorf qui, on le sait, a transporté le Ring aux pays de l'or noir, a ceci d'intéressant qu'elle fait souvent suivre les chanteurs par un cameraman qui capte des images aussitôt diffusées sur de grands écrans, ici de grands voiles blancs qui tombent ici et là de l'impressionnant décor. Les prises de vues souvent en gros plans donnent à voir les mimiques des chanteurs, ce qui permet d'approcher au plus près leur travail d'acteur,  un plus pour la plupart des spectateurs qui sans cela ne pourraient apprécier la qualité des expressions sinon à l'aide de jumelles. L'attention du public, quelque peu frustré par la direction musicale, s'est naturellement concentrée sur le jeu des acteurs et l'incomparable qualité des chanteurs, tous très applaudis.

mercredi 1 août 2018

Collage publicitaire pour le Deutsche Eiche à Munich



En mai 2011, le Deutsche Eiche, un célèbre hôtel, restaurant et sauna du centre de  Munich, organisait une exposition à l'occasion du 125ème anniversaire de la mort du roi Louis II de Bavière. Les concepteurs eurent alors l'idée de ce collage utilisant une photo prise dans un atelier de Lucerne en 1882 montrant le roi posant en compagnie de l'acteur Joseph Kainz, pour lequel le roi s'était pris d'un engouement aussi soudain qu'éphémère. Le roi avait invité l'acteur à séjourner quelques jours en son château de Linderhof, puis avait invité Joseph Kainz à l'accompagner dans un voyage au lac des Quatre-Cantons. La photo a été travaillée pour donner l'illusion que le roi est assis à la terrasse de la Reichenbachstrasse.

A noter que l'établissement a été construit en 1864, l'année du couronnement du roi. A ce titre, le roi Louis II a pu le connaître, au moins de l'extérieur. 

Reichenbachstraße 13
80469 München
+49 (89) 23 11 66 - 0
info@deutsche-eiche.com

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Distributeur de billets situé sur le côté gauche du Festspielhaus de Bayreuth.

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